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Zurück zum Ursprung

Es ist unser erklärtes Ziel, in den Ursprung des Deutschen Schäferhundes, in Bezug auf Gesundheit und Wesen dieser wundervollen Tiere, zurückzukehren. Dass wir ausschließlich mit gesunden Tieren züchten ist für uns eine Selbstverständlichkeit und oberstes Gebot.

Warum aber zurück zum Ursprung? Schauen wir hierzu zurück.

Der Rüde Hektor Linksrhein wurde als Horand von Grafrath unter der Nr. 1 in das Zuchtbuch des SV eingetragen und war

– ein “HELLGRAUER”
– Kein Gelb/Schwarz oder Braun/Schwarz
– Kein abfallender Rücken

Der Großvater von “Horand von Grafrath” (Zuchtbuchnummer. 1 beim SV) war “Greif”, ein weißer Schäferhund. „Greifa”, auch eine Weiße, wurde 1888 in Hamburg vorgestellt und “Greif II”, auch weiß, ein Jahr später in Kassel. Alle drei Hunde (Greif, Greifa und Greif II) gehörten Baron von Knigge. “Greif” ging jedoch in den Besitz von Friedrich Sparwasser über und wurde mit der Hündin “Lotte” verpaart. Die aus dieser Verpaarung stammende Tochter “Lene” und der Rüde “Kastor” wurden die Eltern von “Hektor Linksrhein”. Rittmeister von Stephanitz gefiel der 1895 geborene Rüde auf einer Ausstellung in Kassel (1899) so gut, dass er ihn erwarb und in “Horand von Grafrath” umtaufte.

1899 gründete Max von Stephanitz den Verein für Deutsche Schäferhunde (SV). Horand wurde als erster Hund mit der ZB-Nr.: 1 eingetragen. Sowohl “Horand von Grafrath” als auch sein Bruder “Luchs Sparwasser” gründeten letztendlich die Rasse Deutscher Schäferhund und gaben ihr weißes Erbgut an ihre Nachkommen weiter.
Quellennachweis: Weißer Schäferhund aus einer Deutschen Zeitschrift von 1906 (http://www.royal-scouts.com/weisser_sh_geschichte)

Wohl kaum eine Rasse wurde im Laufe der Jahre mehr verändert als der Schäferhund. Bis in den 1930er Jahren wurde der Deutsche Schäferhund sowohl in der Kurzhaar- als auch in der Langhaarvariante gezüchtet. Zugelassen waren im Grunde alle Fellfarben. Unter politischem Einfluss wurde der Deutsche Schäferhund instrumentalisiert. In einer Satzungsänderung deklarierte der SV 1933 die Langhaarvariante und die Fellfarbe weiß als „unerwünscht“ und schloss diese Varianten von der Zucht aus. Eine Korrektur der Satzung nach Kriegsende erfolgte nicht.

Im SV wurde der Deutsche Schäferhund fortan mit den vermeintlichen Idealen – Kurzstockhaar, Fellfarbe schwarz-gelb und in zunehmendem Masse mit abfallendem Rücken gezüchtet. In der Vereinssatzung fand sich bis 2018 lediglich die schwere HD als Ausschlusskriterium. Bis dahin war die Zucht grundsätzlich selbst mit mittlerer HD noch möglich. Eine neuerliche Satzungsänderung schließt nun zwar auch die mittlere HD aus, lässt nunmehr aber immer noch eine Zucht mit leichter HD möglich. Diese Fakten sind umso bemerkenswerter vor dem Hintergrund der über viele Jahre stetig ansteigenden Erkrankungsrate, die nicht zuletzt den „schlechten“ Ruf in der Öffentlichkeit begründet.      

Dem gegenüber schlossen sich die Freunde der Langhaarvariante in sogenannten Dissidenzvereinen zusammen und züchteten, mit Ausnahme der Fellfarbe weiß,   insbesondere die ursprünglichen Fellfarben mit geradem Rücken weiter. 

Im Volksmund etablierte sich für die Langhaarvariante die Bezeichnung

„Altdeutscher Schäferhund“.  Im Laufe der Jahre beantragten die Dissidenzvereine mehrfach die Anerkennung der Langhaarvariante innerhalb des übergeordneten Verbandes, dem FCI. Nicht zuletzt die starke Lobby des SV, als größter Verein innerhalb des FCI, verhinderte die Anerkennung. In den Satzungen der meisten Dissidenzvereinen wird bereits seit Jahrzehnten eine Zucht ausschließlich mit 

HD und ED „frei“ oder „fast normal“ zugelassen. Bei „fast normal“ wird in der Regel jedoch eine Verpaarung mit „frei“ gefordert. Diesen strikten Anforderungen Rechnung tragend und sich ihrer Verantwortung stellend, tragen die Züchter somit ihren möglichen Teil dazu bei, der genetisch bedingten Ursache für HD/ED Erkrankungen entgegenzuwirken. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass HD/ED Erkrankungen multifaktorielle Ursachen haben, heißt neben der genetisch bedingten Ursache sind Haltungsbedingungen, übermäßige Beanspruchung im Wachstum und Ernährung als mögliche Ursachen wissenschaftlich nachgewiesen.  

Insgesamt dauerte es rund 80 Jahre bis der SV sich entschloss, die Langhaarvariante mit der Bezeichnung „Langstockhaar“ wieder zur Zucht zuzulassen, selbstverständlich vom FCI anerkannt – ein Schelm wer Böses dabei denkt. Nicht verschweigen sollte man in diesem Zusammenhang die Hintergründe in Form rasanter Mitgliederverluste innerhalb des SV über Jahre hinweg. 

Nicht zuletzt in den sozialen Netzwerken wie facebook etc. verbreiten die Vereinsmitglieder des SV in ihrer ureigensten Art, dass einzig und alleine die Langhaarvariante innerhalb des SV gezüchtet, ein „reinrassiger“ Schäferhund sei. 

Bei der über die Dissidenzvereinen gezüchteten Langhaarvariante handele es sich dagegen um „Mischlinge“. Als Begründung wird angeführt, dass diese Hunde eben nicht vom FCI (Verband) anerkannt seien. Also dem Verband, dem der SV über Jahrzehnte „verbot“ die Langhaarvariante über Dissidenzvereine gezüchtet, anzuerkennen.  

Anmerkung: Die Anerkennung durch den FCI wird als Qualitätsmerkmal in den Raum gestellt – dem Verband, der u.a. zahlreiche Qualzuchten anderer Rassen toleriert. Als Beispiele seien an dieser Stelle nur der Fang des Mops und die Schrägheckvariante des Deutschen Schäferhundes genannt. Zu diesem „besonderen Qualitätsmerkmal“ mag sich jeder seine eigene Meinung bilden.  

Wir für unseren Teil lehnen es strikt und konsequent ab innerhalb des SV zu züchten!     

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